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	<title>Comments on: Gibt es den atheistischen Fundamentalismus?</title>
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	<description>Für ein naturalistisches Weltbild frei von übernatürlichen und mystischen Elementen</description>
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		<title>By: MB</title>
		<link>http://www.supernature.at/2009/07/26/gibt-es-den-atheistischen-fundamentalismus/comment-page-1/#comment-1733</link>
		<dc:creator>MB</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 18:17:20 +0000</pubDate>
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		<description>die gesellschaftlichen auswirkungen (von religionen, von atheismen ...) sind natürlich &quot;hinterfragenswert&quot;, es sollte da keine denkverbote geben.

zur frage nach gott und ihrer (un)beantwortbarkeit: &quot;gott&quot; ist zu verstehen als DAS ABSOLUTE/das unendliche (etwas ganz anderes als irgendein spaghettimonster!); wenn man diese definition akzeptiert, dann folgt daraus, dass die frage nach gott/dem absoluten/dem unendlichen mit den mitteln unserer relativen/endlichen vernunft niemals adäquat beantwortet werden kann. das ist ein notwendiger begrifflicher zusammenhang. 

man kann natürlich sagen: &quot;ich bin atheist, weil ...&quot; und dann einige gründe dafür anführen, das ist rationale argumentation; aber genauso kann der gläubige seine gründe anführen, auch das ist rationale argumentation (die du halt weniger überzeugend findest ...). weder der atheist noch der gläubige erreichen mit ihrer argumentation das absolute. das macht die frage nach gott - letztlich - zur glaubensfrage.

der glaube an gott KANN eine großartige sache SEIN. es besteht heute die tendenz, den glauben an gott mit blindem gehorsam, unterwürfigkeit und dummheit in verbindung zu bringen. sicher, es gibt menschen, die einen solchen glauben haben. aber einen reflektierten, errungenen, dem zweifel abgerungenen glaube kann man wohl nur jedem menschen wünschen.

die sehnsucht nach dem absoluten zeichnet den menschen unter anderem aus, und diese sehnsucht, die sich als &quot;glaube an gott&quot; manifestieren kann, diese sehnsucht IST etwas großartiges.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die gesellschaftlichen auswirkungen (von religionen, von atheismen &#8230;) sind natürlich &#8220;hinterfragenswert&#8221;, es sollte da keine denkverbote geben.</p>
<p>zur frage nach gott und ihrer (un)beantwortbarkeit: &#8220;gott&#8221; ist zu verstehen als DAS ABSOLUTE/das unendliche (etwas ganz anderes als irgendein spaghettimonster!); wenn man diese definition akzeptiert, dann folgt daraus, dass die frage nach gott/dem absoluten/dem unendlichen mit den mitteln unserer relativen/endlichen vernunft niemals adäquat beantwortet werden kann. das ist ein notwendiger begrifflicher zusammenhang. </p>
<p>man kann natürlich sagen: &#8220;ich bin atheist, weil &#8230;&#8221; und dann einige gründe dafür anführen, das ist rationale argumentation; aber genauso kann der gläubige seine gründe anführen, auch das ist rationale argumentation (die du halt weniger überzeugend findest &#8230;). weder der atheist noch der gläubige erreichen mit ihrer argumentation das absolute. das macht die frage nach gott &#8211; letztlich &#8211; zur glaubensfrage.</p>
<p>der glaube an gott KANN eine großartige sache SEIN. es besteht heute die tendenz, den glauben an gott mit blindem gehorsam, unterwürfigkeit und dummheit in verbindung zu bringen. sicher, es gibt menschen, die einen solchen glauben haben. aber einen reflektierten, errungenen, dem zweifel abgerungenen glaube kann man wohl nur jedem menschen wünschen.</p>
<p>die sehnsucht nach dem absoluten zeichnet den menschen unter anderem aus, und diese sehnsucht, die sich als &#8220;glaube an gott&#8221; manifestieren kann, diese sehnsucht IST etwas großartiges.</p>
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		<title>By: alm</title>
		<link>http://www.supernature.at/2009/07/26/gibt-es-den-atheistischen-fundamentalismus/comment-page-1/#comment-1732</link>
		<dc:creator>alm</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 17:56:32 +0000</pubDate>
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		<description>Na dann sind wir ja schnell am Punkt angelangt, der uns unterscheidet. Ich halte sowohl die Frage nach Gott analog zu allen anderen Fragestellungen untersuchbar, aber mehr noch die gesellschaftlichen Auswirkungen an sich hinterfragenswert.

Ist der Glaube an Gott/Götter (ungeachtet möglicher Beantwortbarkeit) an sich eine gute Sache?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na dann sind wir ja schnell am Punkt angelangt, der uns unterscheidet. Ich halte sowohl die Frage nach Gott analog zu allen anderen Fragestellungen untersuchbar, aber mehr noch die gesellschaftlichen Auswirkungen an sich hinterfragenswert.</p>
<p>Ist der Glaube an Gott/Götter (ungeachtet möglicher Beantwortbarkeit) an sich eine gute Sache?</p>
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		<title>By: MB</title>
		<link>http://www.supernature.at/2009/07/26/gibt-es-den-atheistischen-fundamentalismus/comment-page-1/#comment-1731</link>
		<dc:creator>MB</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 17:49:00 +0000</pubDate>
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		<description>das ist jetzt aber eine interessante spitzfindigkeit, den &quot;fundamentalismus&quot; auf die individuen abzuwälzen, um den eigenen -ismus rein zu halten ;-) 

ich würde eher sagen: wo fundamentalisten, da auch &quot;fundamentalismus&quot; (denn das wort meint ja doch haltung und verhalten der fundamentalisten ...?).

aber, wie gesagt, das sind wirklich spitzfindigkeiten, und deppen gibt es letztlich überall, das ist völlig richtig. 

es stimmt auch, dass derzeit vom religiösen (insbesondere islamischen, aber auch christlichen) fundamentalismus die größere gefahr ausgeht.

zur beweislast: es gilt zwar prinzipiell: &quot;wer behauptet, muss beweisen&quot;; aber die frage nach gott ist doch eine sehr spezielle, weil hier gar nichts bewiesen werden kann, weil es eben eine glaubensfrage ist.

die struktur der glaubensfrage ist nicht analog zu wissenschaftlichen fragestellungen; das anzunehmen, ist ein szientistisches missverständnis.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>das ist jetzt aber eine interessante spitzfindigkeit, den &#8220;fundamentalismus&#8221; auf die individuen abzuwälzen, um den eigenen -ismus rein zu halten <img src='http://www.supernature.at/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>ich würde eher sagen: wo fundamentalisten, da auch &#8220;fundamentalismus&#8221; (denn das wort meint ja doch haltung und verhalten der fundamentalisten &#8230;?).</p>
<p>aber, wie gesagt, das sind wirklich spitzfindigkeiten, und deppen gibt es letztlich überall, das ist völlig richtig. </p>
<p>es stimmt auch, dass derzeit vom religiösen (insbesondere islamischen, aber auch christlichen) fundamentalismus die größere gefahr ausgeht.</p>
<p>zur beweislast: es gilt zwar prinzipiell: &#8220;wer behauptet, muss beweisen&#8221;; aber die frage nach gott ist doch eine sehr spezielle, weil hier gar nichts bewiesen werden kann, weil es eben eine glaubensfrage ist.</p>
<p>die struktur der glaubensfrage ist nicht analog zu wissenschaftlichen fragestellungen; das anzunehmen, ist ein szientistisches missverständnis.</p>
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		<title>By: alm</title>
		<link>http://www.supernature.at/2009/07/26/gibt-es-den-atheistischen-fundamentalismus/comment-page-1/#comment-1730</link>
		<dc:creator>alm</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 17:33:27 +0000</pubDate>
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		<description>Ich würde sogar einräumen, dass es fundamentalistische Atheisten gibt, aber keinen fundamentalistischen Atheismus.

Und Deppen gibt es hüben wie drüben. Es geht eher darum, dass der Vorwurf des fundamentalistischen Atheismus, ein Vorwurf auf dem Niveau eines beleidigten Kindes ist. Die Religionen haben mit ihrem militanten, bösartigen bisweilen terroristischen Fundamentalismus wirklich zu kämpfen. Bzw. &quot;hätten&quot;. Alleine sie tun sehr wenig dagegen. Stattdessen werfen sie lieber dem Atheismus vor, just another -ism zu sein: &quot;Schaut bei euch sind doch auch Leute, die ihren Atheismus diskurslos verteidigen, weil sie einfach glauben, dass sie recht haben.&quot; Der Punkt ist halt leider, dass die Beweislast nach wie vor ausschließlich bei jenen liegt, die übernatürliche Agenten postulieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde sogar einräumen, dass es fundamentalistische Atheisten gibt, aber keinen fundamentalistischen Atheismus.</p>
<p>Und Deppen gibt es hüben wie drüben. Es geht eher darum, dass der Vorwurf des fundamentalistischen Atheismus, ein Vorwurf auf dem Niveau eines beleidigten Kindes ist. Die Religionen haben mit ihrem militanten, bösartigen bisweilen terroristischen Fundamentalismus wirklich zu kämpfen. Bzw. &#8220;hätten&#8221;. Alleine sie tun sehr wenig dagegen. Stattdessen werfen sie lieber dem Atheismus vor, just another -ism zu sein: &#8220;Schaut bei euch sind doch auch Leute, die ihren Atheismus diskurslos verteidigen, weil sie einfach glauben, dass sie recht haben.&#8221; Der Punkt ist halt leider, dass die Beweislast nach wie vor ausschließlich bei jenen liegt, die übernatürliche Agenten postulieren.</p>
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		<title>By: MB</title>
		<link>http://www.supernature.at/2009/07/26/gibt-es-den-atheistischen-fundamentalismus/comment-page-1/#comment-1729</link>
		<dc:creator>MB</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 17:25:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.supernature.at/?p=1012#comment-1729</guid>
		<description>ich hab es ungenau formuliert.

aus der tatsache, dass jede überzeugung mit einer fundamentalistischen haltung verbunden SEIN KANN, folgt, dass auch atheismus mit einer solchen haltung verbunden SEIN KANN. &quot;atheistischer fundamentalismus&quot; ist also MÖGLICH (sprachliche ungenauigkeit: es &quot;gibt&quot; ihn - kann möglichkeit und faktische existenz meinen).

ob ein solcher &quot;fundamentalistischer atheismus&quot; nun auch - hier und heute - faktisch existiert, das ist eine empirische frage, die ich mit ja beantworten würde: es &quot;gibt&quot; (auch im sinne faktischer existenz) &quot;fundamentalistische atheisten&quot;, das zeigt z.b. ein blick in einschlägige internetforen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich hab es ungenau formuliert.</p>
<p>aus der tatsache, dass jede überzeugung mit einer fundamentalistischen haltung verbunden SEIN KANN, folgt, dass auch atheismus mit einer solchen haltung verbunden SEIN KANN. &#8220;atheistischer fundamentalismus&#8221; ist also MÖGLICH (sprachliche ungenauigkeit: es &#8220;gibt&#8221; ihn &#8211; kann möglichkeit und faktische existenz meinen).</p>
<p>ob ein solcher &#8220;fundamentalistischer atheismus&#8221; nun auch &#8211; hier und heute &#8211; faktisch existiert, das ist eine empirische frage, die ich mit ja beantworten würde: es &#8220;gibt&#8221; (auch im sinne faktischer existenz) &#8220;fundamentalistische atheisten&#8221;, das zeigt z.b. ein blick in einschlägige internetforen.</p>
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