Wie die ORF Sendung E€O heute berichtet, leidet auch die katholische Kirche unter der Finanzkrise. Immerhin ist dem ORF dieses jenseitige Dilemma einen rd. 10-minütigen Beitrag Wert. Trotzdem ein paar wissenswerte Eckdaten aus dem Bericht:
Erst ab 1.000 Gläubige wird eine Kirche rentabel
So! Ist also auch Göttliches dem schnöden Mammon unterworfen! Bei der Standortentscheidung der römisch-katholischen Kirche spielen offensichtlich auch Rentabilitätserwägungen eine Rolle. Irgendwie schon spannend, wie sich die jenseitigen den diesseitigen Paradigmen unterwerfen.
Nun ja: unsereins soll’s recht sein! Mit zunehmender Aufgeklärtheit werden neue attraktive Immobilien frei!
1.567 EUR für einen Talar
Mit den im Beitrag vorgestellten Outfit spielt man sonst in Österreich preismäßig nur bei der Opernballriege mit: 1.567 EUR (!) für ein Outfit mit dem man dann vor Gott oder hinter das Kirchenvolk tritt – oder umgekehrt. Die Art des Auftritts wiederum hängt vom episkopalen Zugang zum Thema ab. Also letztlich von der Frage “Wie managed man am besten den Pöbel und in welchem Outfit beeindrucke ich ihn am besten”. Wie auch immer: Die Pfaffen müssen beim Gewand sparen – die Kirche leidet auch unter der Finanzkrise! Und: der Fummel war noch dazu von Kirchenbeiträgen finanziert!
Also ein Vorschlag für den risikobewussten Pfaffen von Welt: Tritt vor Deine Gemeinde, wie Gott Dich schuf. Das wär originär, marketingwirksam, sparsam und wahnsinnig authentisch. Und kostet maximal eine Erkältung, die mit Gottes Hilfe rasch überstanden sein sollte.
1 Response to Kirche in der Finanzkrise
judith
February 27th, 2009 at 11:02 am
Paffen im Adamskostüm könnten allerdings auch die Kirchenaustritte begünstigen >> weniger Kohle >> noch weniger Textilien für den Klerus. das könnte eine böse Abwärtsspirale ergeben…