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Die gottgeschwängerten Vorgänge rund um die Angelobung von B.O. am 20. Jänner 2009 in Washington DC sind ja kaum 2 Tage später schon Geschichte. Die Versprecher – ob vom Richter oder vom 44. Präsidenten verursacht, werden – witziger Weise – irgendwann von (angehenden) Juristen in Universitätsvorlesungen analysiert und bewertet werden. Außer Gott und dem Obersten Richter der USA ist ja auch niemand mehr da, der dem US-Präsidenten etwas sagen könnte. Ich nehme Michelle da mal aus.
Zurück zum Eid: Diese Versprecher zweier Männer, die sicherlich in diese Posititionen ohne ein für Normalbürger nicht vorstellbares Maß von Selbstdisziplin gelangt wären, vertun sich sich halt ein bisserl in der Wortwahl. Und was tut der gelernte Amerikaner – auch wenn er gerade Präsident geworden ist? Er bekommt Angst vor Rechtsanwälten und sichert sich ab! Er produziert ein Remake des Eides. Schlicht, ohne Presse (Reuters und die anderen Nachrichtenagenturen schäumen vor Wut), im Weißen Haus – denn da ist er ja jetzt zuhaus’. Und: das ganze ohne Bibel. In diesem Amerika! Michelle ist ja auch nicht da, sie zu halten. Und so geschieht etwas - zufällig oder nicht – insziniert oder nicht: Der 44. amerikanische Präsident leistet seinen Amtseid, ohne die Bibel.
Ein kleiner Schritt für den US-Präsidenten, aber ein großer für Atheisten.