Obama: Oh my god, America!

19 Jan
2009

Einen Tag vor der Inauguration des als Messias hochgepriesenen Barack Obama noch ein paar Worte zu den Begleitumständen dieser Großmacht. Ehrlich, ich steh auch auf CHANGE, followed him während des Wahlkampfes auf Twitter, halte Obama auch für einen “coolen” Typen (Zitat: Eugen Freund) sowie eine politische 800px-united_states_one_dollar_bill2c_reverseAusnahmeerscheinung. Aber: Let’s face it! Dieser Mann wird Präsident eines Landes, das zurück geht auf die Pilgrim Fathers. 98 % der Amerikaner sagen als Ausdruck des Erstaunes “Oh my God” und das ungefähr 1.000 Mal am Tag und auf ihren Geldscheinen steht “In God we trust“. Letzteres wurde aufgrund antikommunistischer Politik erst 1956 auf den Dollar-Noten hinzugefügt und nicht - wie man meinen könnte – bereits bei der Währungseinführung. 

Ich war in den 1990er Jahren mehrere Male in den USA. Manchmal mehrere Wochen, einmal sogar ein halbes Jahr im Rahmen eines Austauschsemsters an der University of Nebraska at Omaha. Daher meine ich, die Amerikaner ein wenig zu kennen. Damals fiel mir das nicht so auf – ich war selbst noch viel zu katholisch geprägt und fand diese ständigen “Oh my God”-Floskeln einen netten Spleen der Leute im Mittleren Westen entlang des “bible belts”. Heute weiß ich: Nahezu das ganze Land tickt so! Gott ist völlig in den Alltag integriert. Dauernd laufen Amis herum und schreien “Oh my god, oh my god!” Auch Politiker schließen so gut wie jede Rede mit “… and may god bless America!”

Auch morgen wird es wohl so sein, dass der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika seine Antrittsrede mit diesen Worten schließt. Sehr unwahrscheinlich, dass ich mich täusche … Aber wenigstens wird Obama – und da bin ich mir auch sehr sicher – nicht von einem “göttlichen Auftrag” reden wie sein Vorgänger. Ein Anfang – immerhin.

1 Response to Obama: Oh my god, America!

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Na geht doch: Bibelfreier Eid für Obama

January 23rd, 2009 at 1:12 am

[...] Wut), im Weißen Haus – denn da ist er ja jetzt zuhaus’. Und: das ganze ohne Bibel. In diesem Amerika! Michelle ist ja auch nicht da, sie zu halten. Und so geschieht etwas - zufällig oder nicht – [...]

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