Aus Mangel an Marienerscheinungen und sonstigen Wundern wird in Kärnten immer mehr der verstorbene Jörg Haider zur religiösen Ikone. Dabei hält man sich, so wie auch die katholische Kirche in ihrer Heiligenverehrung, gar nicht erst mit historischen Details auf. Ungeachtet dessen, dass Jörg Haider Populismus immer vor Menschen/-würde ging und er gerne Wasser predigte und Wodka trank, ist in Kärnten die Glorifizierung des Politikers in vollem Gange.
Zu den Early Birds der Leichenfledderei gehörte da gleich mal der ORF Kärnten, der eine Haider-DVD vom Begräbnis mitverlegte bzw. -vertrieb, die Landespolitik hat mal schnell eine Brücke in “Jörg-Haider-Brücke” (bisher Lippitzbachbrücke bei Pliberk, äh, Bleiburg) unbenannt – und jetzt kommt auch noch ein Marterl inklusive Parkplatz an der Unfallstelle.
[Quelle: kaernten.orf.at]

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der Unfallsort Lambichl zum Wallfahrtsort wird, Pilgerstätte ist er ja bereits. Eine kleine Kapelle und diverse Jörgi-Devotionalien sollten da schon her. Gut, dass sich die Witwe Haider schon mal die Rechte am Namen ihres Mannes sichern hat lassen. Sonst hätte es womöglich Stefan Petzner getan.
PS: Über die verletzten religiösen Gefühle der Haider-Jünger hat Peter ein sehr zutreffendes Blogpost geschrieben.
1 Response to Das Jörgi-Marterl
alm
December 28th, 2008 at 8:09 pm
sag ich ja: haider lebt http://www.alm.at/2008/12/20/haider-lebt/