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Bereits 1997 veröffentlichte Michael Grandt gemeinsam mit seinem Bruder Guido das “Schwarzbuch Anthroposophie”. Das Buch würde damals von Anthroposophen “vom Markt geklagt”, also solange mit Klagen überschüttet, bis der Verlag das Buch vom Markt nahm.
September 2008 erscheint nun ein neues Buch von Michael Grandt, dass sich mit den zweifelhaften Lehren Rudolf Steiners auseinandersetzt – “Schwarzbuch Waldorf”. Auch diesmal sollen wieder einige Anthroposophen versucht haben, die Veröffentlichung zu verhindern. Was ist also so brisant an diesem Thema?
Nun, wer glaubt, dass Anthroposophen nur einige ausgetickte Ökos sind, die ihre Kinder nicht mit dem in unserer Gesellschaft vorherrschenden Leistungsdruck belasten wollen und sie daher in Schulen ohne Benotungssystem schicken, der irrt. Rodolf Steiners Lehre ist viel mehr als das, sie ist nachweislich rassistisch, frauenfeindlich, wissenschaftlich irrelevant und okkult. In den Schulen existiert, wenn man Michael Grandt und dem einen oder anderen Waldorf-Lehrer glauben schenkt, eine Art “geheimer Lehrplan”, der die Kinder in eben diese Richtung indoktrinieren soll. Die Rassenlehre Steiners ist mehr als bedenklich. Michael Grandts berechtigtes Anliegen: Keine weiteren Subventionen mehr für Waldorf-Schulen. Doch die Anthroposophen haben eine starke Lobby, so wurde zum Beispiel 2007 eine beantragte Indizierung einiger Steiner-Bücher verhindert – obwohl die kritisierten Zitate dagegen Hitlers “Mein Kampf” puncto Rassismus alt aussehen lassen. Umso mehr kann man Michael Grandt zur Veröffentlichung seines Buches gratulieren.
Eine Sammlung an Rezensionen zum “Schwarzbuch Waldorf” gibt es auf der Website des Autors.
Michael Grandt: “Schwarzbuch Waldorf”, Gütersloher Verlagshaus.
Erscheinungstermin: Sept. 2008. Hoffentlich.
32 Responses to Schwarzbuch Waldorf
j.h.
September 9th, 2008 at 10:21 am
Hallo “supernature”,
hier eine Ergänzung zur Rezension von “Schwarzbuch Waldorf”:
http://www.abendzeitung.de/magazin/52046
08. Sep 2008
Die Wahrheit über Waldorf
„Die Lehre der Waldorfschulen ist von einer esoterisch- okkulten Weltanschauung durchdrungen“, sagt Autor Michael Grandt: Wirbel um ein neues Buch über die dubiose Pädagogik Rudolf Steiners.
GÜTERSLOH – Die einen sehen sie als Alternative zum Leistungsdruck des Schulsystems, von den anderen wird sie als Spinner-Schule belächelt, in der expressiver Tanz im Lehrplan verankert ist. Das alles sei nicht die ganze Wahrheit: „Die Lehre der Waldorfschulen ist von einer esoterisch- okkulten Weltanschauung durchdrungen“, sagt jetzt Michael Grandt. „Schwarzbuch Waldorf“ heißt sein Buch, das diesen Monat im Gütersloher Verlag erscheint – und schon jetzt für Aufsehen sorgt.
Zehn Jahre lang hat der freie Autor und Journalist recherchiert, um auf 224 Seiten die Wahrheit über Waldorfschulen aufzudecken. Jetzt fordert er unter anderem, den Bildungsstätten die staatlichen Fördergelder zu streichen. Das Thema ist Michael Grandt seit langem ein Anliegen: 1997 erschien sein „Schwarzbuch Antroposophie“, 1998 die „Waldorf Connection“. Damals verklagte ihn die anthroposophische Gesellschaft.
„Lehrstück schlechten Journalismus“
Sein neues Buch aber ist juristisch wasserdicht. „Alles, was ich geschrieben habe, kann ich belegen“, so Grandt. Trotzdem: Ein „Lehrstück schlechten Journalismus“ sei dieses Buch, schimpft der Bund der Freien Waldorfschulen. Über solche Vorwürfe kann Michael Grandt nur den Kopf schütteln. „Ich habe nur Originalquellen verwendet, weil ich weiß, dass die Waldorfler immer nur mit diesem Argument kommen.“ Seine Informationen stammen aus Quellen Rudolf Steiners – dem Vater der Waldorfpädagogik – und aus Gesprächen mit amtierenden und ehemaligen Waldorflehrern und Schülern.
Der Österreicher Steiner begründete die Lehre der Anthroposophie, eine Art spirituelle Weltanschauung. Wesen wie Feen, Kobolde und Bienengeister sind in der Anthroposophie reale Wesen, kritisiert Grandt – und auf dieser Lehre beruht die Waldorfschule. 90 Jahre alt ist die Pädagogik Steiners, nach der Kinder heute unterrichtet werden. Laut Grands Schwarzbuch werden die Waldorf-Lehrer etwa dazu angehalten, „die Kinder als kosmisch-überirdischeWesen zu sehen, die schon mehrere Vorleben hatten und danach behandelt werden müssen.“ Grandt fordert, Eltern offener zu vermitteln, welche Weltanschauung wirklich hinter den Waldorfschulen steckt – und auch den Unterricht esoterisch durchdringt.
Bund der Waldorfschulen wehrt sich
„Die Behauptung, an Waldorfschulen werde Anthroposophie gelehrt, widerspricht den elementaren Grundsätzen der Waldorfpädagogik“, wehrt sich der Bund der Waldorfschulen. „Unser pädagogisches Handeln gründet auf dem anthroposophischen Entwicklungsgedanken“, heißt es hingegen auf ihren Homepages – auch auf der der Waldorfschule in Schwabing. „Eltern müssen selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder einem esoterisch-okkultem System anvertrauen“, sagt Michael Grandt. „Meine Aufgabe ist es nur, aufzuklären.“
Laura Kaufmann
Judith
September 9th, 2008 at 8:56 pm
wow, das ist ein gutes Zeichen, wenn es schon jetzt – vor der Veröffentlichung – wieder rund geht! Mit ihren Klagen/Kommentaren machen die Anthroposophen es glücklicherweise unmöglich, das Buch zu ignorieren!
j.h.
September 15th, 2008 at 10:56 am
Der SWR Waldorf- und Anthroposophie-Experte Dietrich Krauß gibt ein sehr eindrucksvolles Interview zum “Schwarzbuch Waldorf”:
http://www.swr.de/swr1/bw/programm/-/id=446250/nid=446250/did=3822102/11n0mfp/index.html
Die Audio-Datei findet sich im Block am rechten Rand, unter der Überschrift: “Mehr im SWR”
Dr. Dietrich Krauß ist Autor der 45-minütigen SWR-TV-Dokumentation “Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?”
Franziska Kleiser
September 15th, 2008 at 1:08 pm
…meine natürlich “sich solidarisch mit diesen Gestalten zu zeigen”…
Wolfgang Stadler
September 16th, 2008 at 7:56 pm
Autor Grandt laut “die Zeit” ist “ein Dilettant auf Steiners Spuren”
Nach einstweiliger Verfügung: „Schwarzbuch Waldorf“ soll jetzt mit einem
„klarstellenden Hinweis“ erscheinen
Von Christian von Arnim
STUTTGART (NNA). Das Gütersloher Verlagshaus will das „Schwarzbuch Waldorf“,
gegen dessen Erscheinen vom Landgericht Stuttgart eine einstweilige Verfügung auf Antrag des Bundes der Freien Waldorfschulen erlassen worden war, jetzt mit einem „klarstellenden Hinweis“ doch noch auf den Markt
bringen.
Der Verlag schreibt dazu, das Buch von Michael Grandt dürfe nicht veröffentlicht werden „soweit es zum Thema des Verhältnisses der Waldorfpädagogik zu körperlichen Strafen in den Waldorfschulen aus dem Buch
‚Die Strafe als Selbsterziehung und in der Erziehung des Kindes‘ von Erich Gabert zitiert,“ ohne dabei bestimmte gerichtliche Auflagen zu beachten.
Laut Rainer Dresen, Justiziar bei Random House, der Muttergesellschaft der Gütersloher Verlagsanstalt, soll das Buch nun mit den vom Landesgericht verlangten Einschränkungen veröffentlicht werden. Das Buch werde
wahrscheinlich in den nächsten Tagen ausgeliefert, sobald das Einlegeblatt
gedruckt und in den Band eingefügt sei. „Das ist sehr einfach“, so Dresen NNA gegenüber.
In seiner Pressemitteilung bedauert das Gütersloher Verlagshaus „dass der
Bund der Freien Waldorfschulen das Angebot des Verlages zu einem klärenden
Gespräch über angebliche falsche, in Wirklichkeit nie auch nur ansatzweise
substantiierte Tatsachenbehauptungen ausgeschlagen und stattdessen
gerichtliche Hilfe gesucht hat.“ Ein Gespräch sei auch daran gescheitert,
dass der Bund sich geweigert habe, mit dem Autor an einem Tisch zu sitzen,
erläuterte Dresen die Stellungnahme weiter. Auch habe er fast keine der 120 unzutreffenden oder falschen Stellen vom Bund je präsentiert bekommen.
Demgegenüber erklärte der Bund der Freien Waldorfschulen, er habe sich vergeblich bemüht, mit dem Verlag ein Gespräch zu führen, um auf die mangelnde journalistische Qualität des Druckwerks hinzuweisen und vor
Erscheinen des Buches eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Der Bund hatte auch der Teilnahme von Autor Grandt an dem Gespräch zugestimmt. Der springende Punkt sei jedoch gewesen, so die Waldorf-Organisation NNA
gegenüber, dass der Verlag einen Termin erst nach Erscheinen des Buches
angeboten habe und sich auch geweigert habe, die Auslieferung etwas zu verzögern, damit das Treffen vorher stattfinden könne. Auf eine letzte E-Mail in diesem Sinn vom Bund habe der Verlag nicht mehr geantwortet. Ein
Treffen nach dem Erscheinen des Buches wäre sinnlos gewesen.
Deshalb habe der Bund auch seine 120 in Frage kommenden Stellen nicht darstellen können.
„Da der Verlag auf das Anliegen nicht eingegangen ist, vor Auslieferung des
Buches über dessen fragwürdigen Inhalt zu sprechen, hat sich der Vorstand
des Bundes der Freien Waldorfschulen nach eingehender Diskussion des Für und
Wider dazu entschlossen, den juristischen Weg zu beschreiten“, so die Pressemitteilung des Bundes.
Der Bund der Freien Waldorfschulen sei grundsätzlich offen für Kritik, betonte Henning Kullak-Ublick vom Vorstand des Bundes. So wurde beispielsweise der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Ullrich von der Universität Mainz, der sich seit Jahren kritisch mit der Waldorfpädagogik auseinandersetzt, Anfang des Jahres zu einer bundesweiten
Tagung der Waldorfschulen zum Thema Qualität eingeladen.
Grandt überschreite in seinem Buch demgegenüber die Grenze zwischen zulässiger journalistischer Darstellung und unsachlicher Verunglimpfung.
Insbesondere stelle er Tatsachenbehauptungen auf, die erwiesenermaßen falsch seien. Insgesamt gebe es in dem Grandt-Buch, das 224 Seiten umfasst, ca. 120
Stellen, die als unzutreffend, entstellend oder faktisch falsch zu bewerten seien, erklärte der Bund.
„Der Bund vertritt die Interessen von 210 Schulen, rund 7000 Lehrkräften und
80.000 Waldorfschülern. Er kann nicht zulassen, dass das Ansehen von Schulen, Lehrern und Schülern, die sich schließlich auch auf dem Arbeitsmarkt behaupten müssen, in der Öffentlichkeit diskreditiert wird“, so Kullak-Ublick.
Kullak-Ublick verwies auf die Behauptung im „Schwarzbuch“, der Bund der
Waldorfschulen verharmlose und rechtfertige körperliche Züchtigungen an
Schülerinnen und Schülern. Dies sei umso perfider, da in der von Grandt
angegriffenen Publikation von Erich Gabert bereits 1951 ein deutliches und nachdrückliches Votum gegen die Prügelstrafe vorliege. Grandt verkehre im „Schwarzbuch“ diese Aussage in ihr Gegenteil. Der Verzicht auf Gewalt in der
Erziehung sei von Anfang an, also seit 90 Jahren, ein wesentlicher Bestandteil der Waldorfpädagogik gewesen, während Prügelstrafen im
öffentlichen Schulwesen in Deutschland erst seit 1980 vollständig untersagt sind.
Nicht nur der Bund hatte sich an den Verlag gewandt. Auch von
wissenschaftlicher und elterlicher Seite wurde an ihn appelliert, das Buch
nicht in der gegenwärtigen Form erscheinen zu lassen.
Auch in den den Medien wurde die Publikation kritisch under die Lupe genommen. Unter der Überschrift „Dilettant auf Steiners Spuren“ urteilte
„Die Zeit“: „Das ‚Scharzbuch Waldorf‘ will allen Eltern, die mit der
alternativen Waldorschule liebäugeln, die Augen öffnen. Dafür hat der
Verfasser, selbst ernannter Experte in Sachen ‚Nationalsozialismus,
Scientology, Satanismus‘, selbst die Augen zugekniffen und alles, was nicht in den Raster seiner Verschwörungstheorie passt ausgeblendet. Und das ist ziemlich viel.“ Das Buch „betreibt brutalstmögliche Aufklärung. Die Fakten
bleiben auf der Strecke.“
Schon vor mehr als 10 Jahren hatte der SPIEGEL anlässlich einer anderen
Publikation Grandts über Waldorfschulen, die ebenfalls gerichtlich gestoppt
worden war, dem Autor bescheinigt, es gehe ihm weniger um Wahrheitsfindung, schon gar nicht um geistige Auseinandersetzung, sondern um ein lukratives Geschäft.
END/nna/cva
Bericht-Nr.: 080916-01DE Datum: 16. September 2008
Wolfgang Stadler
September 16th, 2008 at 7:58 pm
WER NUR IN FEHLINFORMATIONEN lebt über Anthroposophie und Waldorf, der sollte nicht mitreden! Supernature.at ist so unseriös wie Herr Grandt – der schon von Spiegel und Zeit kritisiert wurde – ein Dilettant auf Steiners Spuren, dem es nicht um Wahrheit, sondern um seinen Geldbeutel geht!!!!!
Es zeigt einiges, daß er auf dieser Seite hier überhaupt erwähnt wird… und seine Ergüsse nicht einmal von den Medien ernstgenommen werden – nur von Judith und ihren Freunden hier…
Wolfgang Stadler
September 16th, 2008 at 8:05 pm
Falls ich hier zum Haustroll abgestempelt werde, muß ich mich ja fast bedanken. So wenig Souveränität hier, wenig demokratisches Bewußtsein – und so viel Schwierigkeiten mit Leuten, die zu einigem mal – als Ausnahme hier – die Wahrheit aussprechen…Echt armselig…
Wenn es hier wenigstens einige gäbe, die z.B. meinen Bericht über das Schwarzbuch von Grandt durchlesen würden, um sich dann wirklich mal Gedanken zu machen darüber, wo denn tatsächlich die Wahrheit ist…und ob sogar die großen Zeitungen lügen wenn sie nichts von Herrn Grandt und seinen unseriösen Ergüssen halten…Aber wahrscheinlich fühlt sich Judith dann so sehr angegriffen, daß sie einfach nicht mehr weiter weiß…- Wahrscheinlich reagiert man hier dann mit Zensur, nicht-Veröffentlichung der richtigen Darstellung der Fakten, Verunglimpfung von “Kritikern” usw. – anstatt sich damit auseinanderzusetzen und sich mal Gedanken zu machen, die man bisher nicht an sich herankommen ließ (bzw. lassen konnte und wollte).
andreas Lichte
September 16th, 2008 at 8:09 pm
Hallo Herr Stadler,
zum Artikel der ZEIT:
Geschrieben von Dr. Dorion Weickmann, Ex-Waldorfschülerin, die auch für Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Freien Waldorfschulen Berlin/Brandenburg, tätig ist. Ich habe sie persönlich kennengelernt, in einer Live-Diskussionsrunde des rbb.
Dr. Detlef Hardorp veröffentlichte auch den “offenen Brief” von Frau Weickmann, in dem sie mir u.a. vorwirft, “die Shoah zu banalisieren” (sic!), siehe:
http://www.waldorf.net/html/aktuell/leserbrief_weickmann.htm
Das ist Journalismus à la Bund der Freien Waldorfschulen. Diffamierung vom allergröbsten. Jetzt auch mit freundlicher Unterstützung der ZEIT. Hoffen wir, dass die ZEIT nur blind ist …
Wolfgang Stadler
September 16th, 2008 at 8:33 pm
Hallo Herr Lichte,
Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, daß Sie Herrn Grandt für einen seriösen Autor halten…??? Ich bitte Sie, sich über ihn ernsthaft zu informieren – wie auch über das Buch, das er nun herausbringt…
Wolfgang Stadler
September 16th, 2008 at 8:36 pm
Übrigens: ich wohne hier mit noch andern auf dem Stock…stimmt es, daß Sie nicht alle Beiträge hier veröffentlichen, die Leute reinschreiben? (behauptet Franziska…)
andreas Lichte
September 16th, 2008 at 9:26 pm
Hallo Herr Stadler,
ich habe die ZEIT Rezension des “Schwarzbuch Waldorf” kommentiert. Ein Musterbeispiel für unseriösen Journalismus einer befangenen Autorin, die vor gröbsten Diffamierungen nicht zurückschreckt (“Shoah zu banalisieren”). Haben Sie das überhaupt zur Kenntnis genommen?
Zu Michael Grandts Buch kann ich gar nichts sagen, da ich es bisher nicht gelesen habe.
Sie schreiben:
“Ich bitte Sie, sich über ihn ernsthaft zu informieren”
aber sicher nicht bei “NNA”, die Lügen en masse über mich verbreitet haben.
Wolfgang Stadler
September 17th, 2008 at 12:16 am
“Schon vor mehr als 10 Jahren hatte der SPIEGEL anlässlich einer anderen
Publikation Grandts über Waldorfschulen, die ebenfalls gerichtlich gestoppt
worden war, dem Autor bescheinigt, es gehe ihm weniger um Wahrheitsfindung, schon gar nicht um geistige Auseinandersetzung, sondern um ein lukratives Geschäft.”
Klar, der Spiegel lügt in dem Falle doch sicher auch, gell…
Überhaupt lügen alle, außer Judith, A.Lichte, Grandt und supernature.at…
Anke
September 17th, 2008 at 12:34 am
“Auch in den den Medien wurde die Publikation kritisch under die Lupe genommen. Unter der Überschrift „Dilettant auf Steiners Spuren“ urteilte „Die Zeit“ …”
Nö, “Die Zeit” urteilte nicht. Die hat nur verpennt, wen Sie urteilen ließ:
http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/09/augen-zu-und-drucken.html
Grüsse, Anke
Wolfgang Stadler
September 17th, 2008 at 4:09 pm
Übrigens schade, daß in staatlichen deutschen Schulen im Durchschnitt nicht genauso wenig gewalttätige Vorfälle und genauso wenig rassistische Vorfälle wie an Waldorfschulen geschehen…- echt traurig…- Aber sicher kommt ihr nun wieder mit irgendwelchen Klischeeargumenten, die das natürlich widerlegen, gelle…Natürlich ist die Anzahl der Kindsmißhandlungen im Schnitt in Anthro-Familien weit niedriger als im restlichen Bevölkerungsschnitt – aber das wollt ihr nicht wissen…wie ihr vieles nicht wissen wollt, nicht sehen wollt…
Ich frage mich, was das Motiv eines Menschen ist, sich gegen jede Form von Spiritualität aufzulehnen, Geist als Realität nicht gelten zu lassen und wer es wagt, davon zu reden, na, der muß gleich niedergemacht werden…- ich kann mir die Motive allerdings schon denken…wäre ja schon extrem unbequem und beängstigend, wenn es eine unsichtbare Welt gäbe, wenn Reinkarnation eine Realität wäre, wenn alles Folgen hat, was man tut – und wenn dann noch Judith von Halle nix gegessen hätte seit 4 Jahren…ja, das wäre schon die Höhe,gell…
Ihr könnt das auch nicht stehenlassen – nein: es mußt hart bekämpft werden! Ihr wißt ja, wie alles zu sein hat, gelle…
Wolfgang Stadler
September 17th, 2008 at 4:17 pm
Den Rudolf-Steiner.blogspot.com kann ich nicht ernstnehmen.
Ich lese eben nur ungern Seiten, die von Faschisten betrieben werden!
Sorry, Du solltest auch nicht alles lesen und vor allem glauben, was großmäulige und unbelehrbare Leute, deren Eltern Ignoranz und Haß (bzw. Lüge) heißen, von sich geben.
Wolfgang Stadler
September 17th, 2008 at 4:21 pm
Kann mir jemand helfen? Wo sind die Beiträge von Franziska Kleiser???
Wolfgang Stadler
September 18th, 2008 at 12:07 am
Wo sind denn meine Beiträge? Gute Frage, w.s. Gibt es hier Zensur??? supernature.DDR?
j.h.
October 2nd, 2008 at 10:03 am
“Schwarzbuch Waldorf”
in “Titel, Thesen, Temperamente” :
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-10/artikel-11910060.asp
Das Erste / “ttt – titel thesen temperamente” am 5. Oktober 2008
“Schwarzbuch Waldorf
In Zeiten der Bildungsmisere verspricht das Waldorfschulenkonzept einen Ausweg aus dem staatlichen Schulchaos – eine handwerklich-künstlerische Ausbildung, ganzheitliches Lernen, ohne Druck und Noten, enge Bindung zu Klassenlehrern und Mitschülern – eine heile Pädagogenwelt. Jetzt könnte ein Buch am Saubermann-Image der Waldörfer kratzen. Das “Schwarzbuch Waldorf” soll Licht die dunkle Realität des Steiner’schen Schulbetriebs bringen – autoritäre Lehrer, rassistisches Gedankengut und esoterisch-okkulte Weltanschauungen prägen den Unterricht, so der Vorwurf des Buchautors Michael Grandt. Der Verband der Waldorfschulen wehrt sich: Schon vor dem Erscheinungstermin bewirkt er einen Auslieferungsstopp durch eine einstweilige Verfügung, wegen inhaltlicher Falschaussagen. Was steckt hinter diesen Anschuldigungen gegen die sich die Waldörfer so vehement wehren? Autor: Tilman Jens”
Wavemaster
October 5th, 2008 at 11:05 pm
Kann man einen Blog ernst nehmen, der als Backgroundimage Zeichen von Religionen in den Papierkorb wirft?
Ich denke, selbst wenn hier ein überzeugter Atheist am Werk sein sollte, ist doch ein bisschen Toleranz in dieser Welt nicht unbedingt fehl am Platz.
Traurig, dass immer nur schlechtes über die Waldorfschulen berichtet wird.
MFG
Wavemaster
Marie
October 6th, 2008 at 7:40 am
^ …. merkwürdigerweise wurde dieser Beitrag weder ausgestrahlt, noch wurde erklärt, wieso dies nicht geschehen ist. Hat jemand nähere Informationen?
Atilem Sualk
October 6th, 2008 at 11:43 am
Ich muss kein Atheist sein (und ich bin auch keiner), um zu sehen, dass die Welt die Anthroposophie nicht braucht.
Die Anthroposophie ist genauso gut für diesen Planeten wie die Klimakathastrophe oder die Ausrottung bedrohter Tierarten. Die Anthroposophen behaupten, dass die Anthroposophie Wissenschaft sei (sie nennen es “Geisteswissenschaft”) und um ihren Inhalten und Behauptungen Glaubwürdigkeit zu verleihen, wenden sie
“wissenschaftliche” Methoden an, die an Unwissenschaftlichkeit nicht mehr zu überbieten sind. Dabei greifen sie zurück auf Ergebnisse persönlicher(!) Erfahrungen (vor allem jene einer einzigen Person, ihrem Adolf, oh pardon Rudolf Steiner). Sie greifen zurück auf subjektive(!) Wahrnehmungen und auf astrologische (!) Zusammenhänge.
Genauso wie die Zeugen Jehowas Bibelzitate papageienhaft rauf und runter plappern und sonst kein anderes Wort mehr herausbringen, rattern eingefleischte Anthroposophen Steinersche “Weisheiten” herunter, an denen sie sich festklammern, festbeissen und festkrallen als wären diese die letzte noch zu ergreifende Rettung der Menschheit. Vermutlich hat R. Steiner den Blödsinn, den er in seinen Büchern verbreitet hat selbst nicht verstanden. Das Geschwätz ist auch nicht zu verstehen: Ein Mischmasch aus unterschiedlichen konfusen religiösen Quellen mit einer gehörigen Portion altgermanischem Schwachsinn. Wobei dem Guru Steiner die größtmögliche Ehrerbietung zuteil wird.
Ich denke wir haben es bei der Anthroposophie wie bei vielen anderen Sekten daher in erster Linie mit einem Personenkult zu tun.
Und dass die Anthroposophie astrologische Mittel benutzt, um ihre Wissenschaftlichkeit zu unterstreichen, könnte man als ziemlich naiv bezeichnen, wenn dies nicht so haarsträubend wäre. Die Astrologie mag in der Vergangenheit unabdingbar für die Menschen gewesen sein, aber spätestens seit der Entdeckung der Präzession, die der Astrologie Gottseidank den Todesstoß versetzt hat, weiß man, dass die Astrologie auf den Müllhaufen ausgedienter Wissenschaftszweige gehört.
Und was machet der Anthroposoph? Er stampft unter anderem so mir nichts dir nichts einfach Zwölf Sinne aus dem Nichts, von denen, wenn man genauer hinsieht, einige doppeltgemoppelt sind und andere überhaupt keine Sinne sind, sondern Triebe.
Aber warum gerade Zwölf und nicht Neun oder achtzehn oder viertausendzweihundertzwanzig?
Nein, es müssen zwölf sein, damit die Sinne auf Teufel komm raus auf das astrologische Zwölfersystem des Tierkreiszeichens übertragbar sind.
Oder die Drei-Teilung des Menschen. Warum ist der (anthroposophische) Mensch dreigeteilt?
Bei jedem Christen müssten jetzt sämtliche Kirchenglocken bimmeln. Der Dreifaltigkeit wegen! Gottvater, Gottsohn, heiliger Geist. Der Mensch muss ja göttlich sein.
Die Anthroposophie, wie im übrigen auch andere zweifelhafte Sekten bedient sich religiöser, astrologischer und psychologischer Systeme, die innerhalb einer bestimmten, ihrer Inhalte zugewandten Klientel anerkannt sind, um den Behauptungen wissenschaftliches Gewicht zu verleihen. Dabei handelt es sich um nichts anderes, als um eine Ansammlung haarsträubender, nicht überprüfbarer, unter anderem auch rassistischer und frauenfeindlicher Behauptungen. Die Anthroposophie versucht, genauso wie andere dumme Sekten und Religionen, die Wirklichkeit in Schubläden zu stecken. Sie versucht sich die Wirklichkeit so zurecht zu biegen, dass sie in ihre lächerlichen Schemata passt.
Und dabei geht sie vom längst überholten Bild des Menschen als Krone der Schöpfung aus. Der Mensch hier, der Mensch da.
Der Mensch habe eine besondere Aufgabe auf dieser Erde. Er mache eine Entwicklung durch, in Folge derer er zum Engel(!) werde…
Die Wirklichkeit ist nicht in vorgefertigte Formen zu pressen und schon gar nicht von uns Menschen mit unserem begrenzten Hirnen zu durchschauen.
Wenn ich etwas verstanden habe, dann das eine, nämlich das alles in Bewegung ist (manche nennen dies Entwicklung, ich nenne es Bewegung). Und es gibt dabei keine von Gott gegebene, besondere Aufgabe für den Menschen. Die Wirklichkeit ist wie eine unendlich verzweigte Wurzel, die sich der Mensch mit allen anderen Lebensformen und Naturerscheinungen teilt und an welcher der Mensch nur einen Strang bewohnt. Der Mensch ist aus kosmologischer Sicht nichts besseres als andere Lebensformen, daher gilt, dass sich alles gleichermaßen in Bewegung (Entwicklung) befindet. Das ist alles. Keine Drei-Teilung, keine zwölf Sinne, keine vier Temperamente, keine vier Elemente und keine blödsinige, an den Haaren herbeigezogene Übersetzung von gesprochener Sprache in Bewegung (–> Eurythmie: vor allem von jenen praktiziert, die es im Tanz nicht weit gebracht haben).
Die Anthroposophie ist so dumm, dass sich die Balken biegen.
So behauptet sie z.B., dass der Mensch selbst das Kreuzsymbol sei. “Breite Deine Arme aus und fühle, wie “Kreuz” Du bist!”
Liebe Anthros, ich denke, dass die Römer ein anderes Folter- und Mordinstrument erfunden hätten, wenn der Mensch vier Arme und sechs Beine gehabt hätte. Vielleicht ein zehnspeichiges Holzrad?
Eure Lehre dumm, Eure Freundlichkeit geheuchelt, eure Freude aufgesetzt und künstlich. Macht lieber mal eine Therapie bei unbeeinflussten Psychologen.
Ich habe bis zum heutigen Tag noch nichts von einem “Schwarzbuch Walldorf” gehört, und ich muss sagen ich bin glücklich darüber, dass es sowas gibt. Ich werde mir das Buch besorgen und wenn es einen Club zur Bekämpfung der Anthroposophie gibt, dann trete ich dem bei. Oder vielleicht gründe ich selbst einen.
Judith
October 6th, 2008 at 1:28 pm
@wavemaster ach die gute alte toleranzkeule. Mit der Verletzung “religiöser Gefühle” lässt sich auch der größte Schwachsinn plötzlich agumentieren. Meine Meinung: religiöse Gefühle sind Privatsache jedes einzelnen. Wenn diese ‘religiösen’ plötzlich versuchen, Gesetze und Regierungen zu beeinflussen und Schüler zu indoktrinieren, dann gehören sie mitsamt ihren Symbolen auf den Müll.
@Atilem Wenn du einen Club gründen solltest, informiere mich bitte – ich bin dabei!
Andreas Lichte
October 6th, 2008 at 3:08 pm
@ Atilem Sualk
sehr guter Kommentar!
hier zur Illustration noch ein Steiner-Zitat:
“Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.”
Rudolf Steiner, “Allgemeine Menschenkunde – als Grundlage der Pädagogik”, “Dreizehnter Vortrag”. Im Zusammenhang noch besser.
Ich habe gerade einen Anthroposophen gebeten, mir das mal zu interpretieren. Er versucht verzweifelt, mir etwas anzuhängen, mit einem Kommentar, den ich mal bei “supernature” abgab – siehe die Kommentare bei:
http://nachsichten.anthroposophie.de/index.php?/archives/13-Der-Experte-fuer-Riesen-mit-rotierenden,-grossen-Armen.html
Christoph
October 7th, 2008 at 1:33 pm
Das “Schwarzbuch Waldorf” von Michael Grandt widmet sich auch der “Waldorflehrerausbildung”. Auf Seite 82ff wird ein “Erfahrungsbericht” vorgestellt:
“Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
von Andreas Lichte, siehe: http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm
“niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Anthroposoph werden … ”
Niemand?
nagol
October 9th, 2008 at 3:13 pm
warum der beitrag in ttt nicht gesendet wurde:
die redaktion schreibt:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zuschauer,
bezüglich ihrer Anfrage zu unseren gestrigen Sendung ttt, möchten wir Ihnen folgendes mitteilen:
Der Autor des “Schwarzbuch Waldorf” erhebt in seinem Buch schwere Vorwürfe gegen Waldorfschulen. Unsere Recherchen und Gespräche ergaben, dass der Autor wesentliche Thesen seines Buches nicht belegen kann, weshalb wir eine weiterführende Recherche für notwendig hielten. Der Beitrag in seiner gegenwärtigen Form erwies sich nach Einschätzung unserer Redaktion als nicht relevant genug für die Sendung ttt am Sonntagabend. Interessierte Zuschauer können ihn jedoch in einer überarbeiteten Fassung am 09.10.2008 im Kulturmagazin “artour” um 22.05 im MDR sehen.
Mir freundlichen Grüßen
Ihre ttt- Redaktion
….
nicht “relevant”. soso
das hat die ard nicht davon abgehalten, noch eine halbe stunde vor der sendung einen trailer zu senden.
wie man auch immer das buch bewertet, das ist ein höchst ärgerlicher vorgang.
das medienmagazin ZAPP! (N3/ARD) hatte mir auf nachfrage übrigens folgende mail geschrieben:
…, es ist immer unangenehm, wenn ein Beitrag zwar angekündigt , aber dann doch nicht rechtzeitig fertig wird.
Der Film soll jetzt am kommenden Donnerstag beim MDR Kulturmagazin Artour ausgestrahlt werden. ..
nicht relevant?
nicht fertig?
was denn nun?
Anne
October 14th, 2008 at 8:38 am
Dieser Film auf artour war eine Frechheit und hat wahrscheinlich mit dem eigentlichen Film der in ttt geplant war gar nichts zu tun. Dieser Beitrag ist für alle die mit Steiners Lehre “gestraft” wurden ein Schlag in das Gesicht. Meinem Kind wurde in einem anthroposophischen Krankenhaus sehr geholfen, wofür ich heute noch sehr dankbar bin. Im Glauben das alle Anthro’s so sind, gab ich mein Kind in zwei Waldorf-Einrichtungen wo es “zerstört” werden sollte, teilweise wurde. Auch mit den Mitteln Gewalt, Mißhandlungen und Unterdrückung. Seit dem stehe ich diesem Thema gespalten gegenüber. Den Anthroposophen darf auf keinen Fall mehr die Zulassung für Kinder- und Jugendhilfe sowie für Behinderteneinrichtungen gegeben werden, da zuviele Leitungen dieser Einrichtungen ihren Glauben das die jetzigen Erkrankungen oder andere seeliche und körperlichen Leiden eine Aufgabe aus dem vorhergehenden Leben sind, eine katastrophale Auswirkung auf die Menschen hat, denen sie eigentlich helfen sollen und wofür sie vom Staat teuer bezahlt werden. Wenn dann die Wahrheit an das Licht kommt, wie diese Einrichtungen arbeiten, werden die Opfer defamiert, unentwegt beleidigt und verbal durch die Medienkampagnen der Anthro’s angegriffen. … und der Staat sieht zu! Es wird Zeit das sich mehr Menschen mit diesem Thema beschäftigen, den Mut haben sich gegen diese Form der Anthro’s zu stellen. Herzlichen Glückwunsch Herr Grandt! Nochmal: es gibt auch positive Erfahrungen, nur leider überwiegen die schlechten.Deshalb muß man schon unter den Schulen und Einrichtungen stark unterscheiden. Verlassen kann man sich bei der Suche nach der richtigen Waldorfschule oder -Kindergarten nur auf Erfahrungsberichte anderer.
j.h.
October 22nd, 2008 at 12:20 pm
Presseerklärung Gütersloher Verlagshaus zur Verhandlung vor dem Landgericht Stuttgart
Verlag und Bund der Waldorfschulen schließen Vergleich
Am 16.10.2008 fand vor dem Landgericht Stuttgart die Verhandlung über den Widerspruch des Gütersloher Verlagshauses gegen eine vom Bund der Freien Waldorfschulen (BFW) erwirkte einstweilige Verfügung gegen vereinzelte Passagen des Waldorf-kritischen „Schwarzbuch Waldorf“ von Michael Grandt statt.
Da der Verlag die seines Erachtens völlig nebensächlichen Ergänzungswünsche des Gerichts zu dem im Schwarzbuch angesprochenen Thema körperliche Gewalt und Waldorfpädagogik längst mit einem Einlegeblatt erfüllt hat, schlossen Verlag und BFW vor Gericht einen Vergleich. Dieser besteht wie üblich bei Gericht in einem wechselseitigen Nachgeben und beinhaltet, dass der Verlag nicht vollständig auf dem ursprünglichen, längst ergänzten Text beharrt und dass der BFW dafür wegen in weiten Teilen abgewiesenen Verbotsantrags 1/3 der Verfahrenskosten zu tragen hat.
Dass der BFW vor diesem Hintergrund in seiner jüngsten Presseerklärung der Wahrheit zuwider bewusst falsch verbreiten lässt, dass ein „Urteil“ ergangen sei, gar „zwei einstweilige Verfügungen“ erwirkt seien und das Schwarzbuch auch „weiterhin nicht erscheinen“ dürfe, ist eine bewusste und dreiste Falschinformation der Öffentlichkeit und wird Gegenstand einer anwaltlichen Unterlassungsaufforderung sein.
Pressemitteilungen des BFW sind ohnehin mit Vorsicht zu lesen. So steht am Ende seiner jüngsten Erklärung der hehre, vorliegend vom BFW selbst ad absurdum geführte Anspruch „Der BFW begrüßt grundsätzlich auch kritische Auseinandersetzungen mit der Theorie und Praxis der Waldorfschulen.“ Das Gütersloher Verlagshaus als Verleger des Waldorf-kritischen „Schwarzbuch Waldorf“ von Michael Grandt kann darüber, wie wenig der BFW diesem selbst gesetzten Grundsatz gerecht wird, angesichts der panischen, polemischen und in jeder Hinsicht unsouveränen Reaktion des BFW auf das Schwarzbuch nur staunen. Mit Befremden nahm der Verlag jedenfalls zur Kenntnis, dass die offiziell so kritikfreudigen Vertreter des BFW in einer Sitzungspause nichts weniger vom Verlag verlangten, als dass „dieses Buch vom Markt verschwinden müsse“.
Bezüglich weiterer vom BFW angegriffener Tatsachenfeststellungen des Autors steht eine gerichtliche Entscheidung noch aus, bis dahin kann das Buch auch diesbezüglich weiterhin ungehindert vertrieben werden. Hier geht es um absolute Kleinigkeiten, wie etwa der Frage, ob der Autor ein Komma richtig gesetzt hat oder ob der vom Autor verwendete Begriff der Gleichartigkeit (der Waldorflehrerausbildung) etwas anderes bedeutet als Gleichwertigkeit. Der Justitiar des Gütersloher Verlagshauses, Rainer Dresen, sprach vor Gericht angesichts der Qualität und Quantität der vom BFW nun tatsächlich gerichtlich geltend gemachten Punkte und der vorher öffentlich behaupteten, angeblich 120 Fehlerstellen von Peanuts. Deren Vorbringen durch den BFW zeige, dass alle anderen, viel wichtigeren und bezeichnenderweise unwidersprochen gebliebenen Aussagen des Autors dann im Umkehrschluss zutreffen. Würden derartig überspannte Anforderungen wie sie das Stuttgarter Gericht vorliegend für das „Schwarzbuch“ aufstellt, auch für andere Sachbücher gelten, könne man sich, so Dresen, das Verlegen kritischer Bücher in Zukunft sparen.
Eine weitere der verhandelten Fragen war, ob Waldorfschulen an der Pisa-Untersuchung teilgenommen hatten. Der Autor hatte hierzu im Schwarzbuch keinen geringeren als den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes zitiert, dessen seit über einem Jahr vom BFW unwidersprochen hingenommene Aussage dazu lautete: „An der Pisa-Studie waren Waldorfschulen – aus welchen Gründen auch immer – nicht beteiligt.“ Nun behauptete der BFW, dass gleichwohl einzelne Schulen beteiligt gewesen sein sollen. Eine Klärung jener Frage konnte in der Verhandlung nicht erfolgen, ein präsenter Zeuge aber behauptete, von der Pisa-Organisation die Nicht-Teilnahme der Waldorfschulen ebenfalls bestätigt erhalten zu haben.
Weshalb der BFW weiterhin meint, dass die von ihm bisher benannten Textstellen nur „ ein Bruchteil dessen sind, was am Schwarzbuch als verfälschend, irreführend oder schlichtweg falsch zu werten ist“ bzw. warum er sich dann auf die Geltendmachung dieser wenigen Kleinigkeiten beschränkt hat, bleibt sein Geheimnis. Das Gericht jedenfalls machte klar, dass weitere als die beantragten Verfügungen nicht mehr ergehen werden.
j.h.
October 22nd, 2008 at 12:22 pm
Wichtig:
In der “Presseerklärung Gütersloher Verlagshaus zur Verhandlung vor dem Landgericht Stuttgart” heisst es:
“Dass der BFW vor diesem Hintergrund in seiner jüngsten Presseerklärung der Wahrheit zuwider bewusst falsch verbreiten lässt, dass ein „Urteil“ ergangen sei, gar „zwei einstweilige Verfügungen“ erwirkt seien und das Schwarzbuch auch „weiterhin nicht erscheinen“ dürfe, ist eine bewusste und dreiste Falschinformation der Öffentlichkeit und wird Gegenstand einer anwaltlichen Unterlassungsaufforderung sein.”
Die “anwaltlichen Unterlassungsaufforderung” erfolgte sofort, Michael Grandt schreibt auf seiner homepage:
http://www.michaelgrandt.de/
BUND DER FREIEN WALDORFSCHULEN NIMMT SEINE PRESSEERKLÄRUNG ZUM PROZESS GEGEN DAS “SCHWARZBUCH” VOM NETZ
Elke Reihl
October 23rd, 2008 at 2:38 pm
Ich habe zwar keinen Club zur Bekämpfung der Anthroposophie gegründet, aber ich habe selbst kritische Artikel zum Thema Waldorf veröffentlicht und aktuell ein Interview mit dem Waldorf Insider Andreas Lichte geführt. Nachzulesen im RatgeberNews-Blog
http://blog.ebook-insel.de/2008/10/22/seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin-ein-interview-mit-andreas-lichte/
Ferner lassen wir zu dem Thema weder Jubelkommentare zur Waldorfpädagogik noch diffamierente Kommentare zu negativen Waldorf-Erfahrungsberichten zu.
Wir möchten Eltern eine Entscheidungshilfe zur Schulwahl bieten; deswegen schalten wir nur Beiträge mit persönlichen Erfahrungen frei, die in den Medien zu kurz kommen, weil sie permanenten Angriffen von Waldorf-Anhängern ausgesetzt sind und ihnen somit jeder Respekt versagt und jeder Wahrheitsanspruch abgesprochen wird.
Andreas Lichte
October 31st, 2008 at 10:56 am
Liebe Judith,
ich habe dem “RatgeberNews-Blog” ein Interview zur “Waldorfschule” gegeben:
“Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”” – ein Interview mit Andreas Lichte”
http://blog.ebook-insel.de/2008/10/22/seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin-ein-interview-mit-andreas-lichte/
Elke Reihl, mit der ich das Interview führte, sagt:
“Ich möchte Eltern damit eine wichtige Entscheidungshilfe für die Schulwahl geben.”
Hier nur der Beginn des Interviews:
“Elke REIHL:
Herr Lichte, in Ihrem Erlebnisbericht “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand” beschreiben Sie die Ausbildung zum Waldorflehrer am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”. Wie erlebten Sie Ihre erste Begegnung mit der Waldorfpädagogik?
Andreas LICHTE:
Ich wollte Kunst- und Werklehrer werden und stellte eines Tages zu meiner grossen Überraschung fest, dass ich bei einer fundamentalistischen, religiösen Gemeinschaft gelandet war…
REIHL:
Was meinen Sie mit einer fundamentalistischen, religiösen Gemeinschaft? Eine “Sekte”?
LICHTE:
Wenn Sie es “Sekte” nennen wollen, würde ich Ihnen jedenfalls nicht widersprechen.
Ich befand mich plötzlich in einem Paralleluniversum. Aber das sollte hoffentlich an meinem Erlebnisbericht “Wundersame Waldorfpädagogik…” deutlich werden – genau deshalb habe ich ihn nämlich geschrieben – geschrieben für meine Nichten und Neffen, die damals noch eine öffentliche Schule besuchten. Wenn ich da alles gebracht hätte, was sonst noch so passiert ist, hätten Sie mich für “bekloppt” gehalten. Sie haben also die “FSK 16″ Version meiner Erlebnisse im “Seminar für Waldorfpädagogik” vor sich.
REIHL:
Würden Sie sagen, dass Ihre Erfahrungen auch auf andere deutsche Waldorf- Seminare übertragbar sind?
LICHTE:
Schauen Sie sich die hervorragende 45-minütige TV-Dokumentation des SWR: “Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?” von 2006 an. Der Autor, Dr. Dietrich Krauß, dokumentiert darin die Waldorf-Lehrausbildung an der “Freien Hochschule Stuttgart”. Für mich zum Verwechseln ähnlich mit der Berliner Situation. Auch die Diplom-Arbeiten, die in Stuttgart abgeliefert wurden, hatten in etwa das gleiche unterirdische Niveau der Berliner “Seminararbeiten”. Siehe dazu den Artikel von Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes:
(…)”
Andreas Lichte
October 31st, 2008 at 10:57 am
Zum “RatgeberNews-Blog” Artikel:
“Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”” – ein Interview mit Andreas Lichte”
http://blog.ebook-insel.de/2008/10/22/seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin-ein-interview-mit-andreas-lichte/
bisher 2 Kommentare von Müttern:
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1. Bettina Ruloff sagt:
28.10.2008 bei 14:18
Liebe Leser,
ich kann Herrn Lichte nur beipflichten.
Meine Kinder wurden z.T. jahrelang von solch ausgebildeten Lehrern betreut und unterrichtet, weil ich nicht aufmerksam genug war. Sie kamen manches Mal in haarsträubende pädagogische Situationen.
Auch fließen Mystik und Esoterik immer wieder in den Unterricht mit ein. Mein Sohn lernte in der 5. Klasse Geschicht die Lehre von Atlantis als Tatsache.
Eine nett lasierte Schule, freundliche Lehrer, heimeliger Basar und das viele Schulgeld sagen noch nichts über die Qualität einer Schule aus. Man sollte auch nicht den Fehler machen zu glauben, wenn die Anthroposophen von Menschen aus Politik, Wirtschaft und Fersehen unterstützt werden, muss es ja gut sein. Auch das Argument “viele haben Recht” kann nicht gelten. Dafür sind wir aufgeklärt genug.
Demokratie und Freiheit sind Fremdwörter an waldorfeinrichtungen. Hierarchie und “eingeweiht sein” machen dies schier unmöglich. Fragen und Kritik sind nicht angebracht und werden vehement abgebügelt.
Ich halte es für völlig falsch und unrealistisch zu glauben, man könnte zu Waldorfschulen gehen ohne Anthroposoph zu sein.
Es sei denn man macht die Augen fest zu. Aber was nüzt das meinem Kind!!!
Viele Grüsse
B. Ruloff
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2. S. Hollmann sagt:
30.10.2008 bei 22:09
Liebe Leser,
endlich jemand, der unverblümt und offen über die Waldorfschule berichtet. Weiter so!
Ich selber bin ehemalige Waldorfmutter, mein Sohn besuchte die Klassen 1 – 4.
Von “”Fördern und Fordern”” kann in der Waldorfschule keine Rede sein, jedenfalls nicht in der Schule, in die mein Sohn ging. Der Lehrer meines Sohnes war mit der Klasse (38 Schüler) völlig überfordert, zumal er obendrein das erst Mal eine Klasse führte, und wie ich heute sagen kann, völlig unqualifiziert war. Der Epochenunterricht (Unterrichtseinheit von mehreren Wochen) war das reinste Wischi-Waschi: oberflächlich, schlecht vorbereitet und durchgeführt. Für Rechen-, Schreib-, und Leseepochen wurde in der Klasse meines Sohnes freiwillige Elternhilfe benötigt. Wenn der Lehrer scheitert, was natürlich niemals offen gesagt wird, sind die Eltern gefragt.
“”Ganzheitlich, Körper, Geist und Seele”” wird propagiert, praktiziert wird das Gegenteil. In der Waldorfschule lebt und lernt man nach der Devise ““Rudolf Steiner hat gesagt …” …”
Der ganze Schulablauf ist sehr stark strukturiert, ritualisiert und lässt für Freiheit keinen Raum. Mit heutigem Wissen kann ich sagen: hier werden Kinder und Jugendliche manipuliert – zu tun, zu denken und zu glauben, was die Waldorfschule will, die Eltern werden gleich mit eingeschlossen. Eigene Meinungen, Gefühle und Wünsche werden unterdrückt.
Esoterik spielt eine große Rolle. Allein schon bei der Eurythmie, die an Waldorfschulen Pflicht ist. In der Eurythmie sollen Sprache und Musik durch Bewegung ausgedrückt werden. Dabei gibt es, wie immer bei Waldorf, von Rudolf Steiner fest vorgegebene Gebärden für jeden Sprachlaut. Freiheit gibt es nicht, haben die Sprachlaute doch eine kosmische Bedeutung, die bei Wiedergabe strengstens beachtet werden muss.
Hat Steiner nicht von der “”Philosophie der Freiheit”” gesprochen – ein leeres Versprechen oder nur ein Versprecher? “”Philosophie der Freiheit”” ist der Titel eines von 370 Werken Steiners.
Mein Sohn war Mobbingopfer, das Waldorfsystem als auch der Waldorflehrer konnten mit dieser sehr wohl bekannten Situation nicht umgehen.
Disziplinarische Maßnahmen in einem Bagatellfall bei meinem Sohn führten zum Essensentzug.
Die Klassen werden in den Waldorfschulen als Schicksalsgemeinschaften betrachtet. Mit Eintritt in die Waldorfschule begibt man sich automatisch in ein Abhängigkeitsverhältnis, ohne sich dessen bewusst zu werden. Der Lehrstoff der Waldorfschulen ist so angelegt, dass Kinder beim Wechsel auf eine öffentliche Schule erhebliche Wissenslücken haben, die nur sehr schwer oder gar nicht zu schließen sind. Es sollte doch wohl selbstverständlich sein, das Kinder und Jugendliche an eine andere, auch öffentliche Schule wechseln können, ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen.
Ein Skandal, dass hier die Schulaufsichtsbehörde nicht reagiert, und ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt.
So ließe sich mein Erfahrungsbericht noch weiter ausführen.
Viele Grüsse
S. Hollmann
Atilem Sualk
December 30th, 2008 at 12:12 am
Ich habe niemals gedacht, dass sich tatsächlich so viele Opfer unter den Walldorf-Erkrankten befinden. Und das bestätigt meine Wahrnehmungen, und Erfahrungen, die ich gemacht habe und noch immer mache. Das System Walldorf ist im Kleinen aber nicht unbedingt maroder als unser gesamtes Gesellschaftsgefüge im Großen. Wenn wir hier von Mobbing in Anthroposophischen Einrichtungen hören, dann können wir uns also getrost zurücklehnen und sagen, dass der Walldorf-Erkrankte auch nicht unbedingt kranker ist als der Rest unserer Gesellschaft. Eine Sekte ist eben immer auch nur eine Antwort auf die fehlerhaften Lücken in unserer Gesellschaft.
Was sollen wir (Kritischen) also tun?
Es wird immer Anthroposophen geben, die mit ihrem angewachsenen Lächeln Zuversicht und vor allem Liebe vor heucheln.
Da fallen viele drauf rein.
Und am Ende ist es wie bei der Mafia.
“E facile ad entrare ma immpossibile ad uscire.”
Es ist einfach, hinein- aber unmöglich wieder herauszukommen.
Unmöglich, weil man in manchen Fällen einfach zu viel zu verlieren hat.