UEFA-Zensur: Keine Flitzer, Raucher, Christen!

2 Jul
2008

Ein sympathischer Verein ist die UEFA ja nicht gerade. Sie schreiben vor, welches Bier man in den Fanzonen zu trinken hat, welches T-Shirt mit welchem Logo man im Stadion tragen darf und welche Fangesänge angestimmt werden. Auch was Bildzensur betrifft, haben sich die Herrschaften bei der Euro 2008 nicht beliebt gemacht: ob Flitzer, kettenrauchende Nationaltrainer oder Rauchbomben – die UEFA hat alles rausgeschnitten, was nicht in ihr Bild des Hochglanz-Fußballfestes passte.

Aber noch jemanden hat die UEFA “weggelassen” – den christliche Sänger Eddie Gauntt. Gauntt, eng mit dem Manager der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff befreundet, hatte beim Finale die deutsche Nationalhymne gesungen. Er wurde allerdings nirgends erwähnt oder gezeigt; stattdessen zeigte die UEFA singende Fußballer und Fans. Begründung der UEFA: Man sei um größtmögliche Gleichbehandlung der Finalteilnehmer Deutschland und Spanien bemüht – und die Spanier hätten nur eine instrumentale Nationalhymne. (kath.net)

Vielleicht wollte die UEFA aber einfach keine christlichen Missionierer zeigen: Eddie Gauntt tritt nicht nur gerne auf christlichen Veranstaltungen (z.B. “Evangelisation ProChrist”) auf, sondern ist auch bekannt für seine christliche Interpretation des Ur-Fangesangs “You’ll never walk alone”…

3 Responses to UEFA-Zensur: Keine Flitzer, Raucher, Christen!

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alm

July 2nd, 2008 at 11:47 am

Kopftücher waren erlaubt… und Enrique Iglesias (heißt das nicht Kirche auf spanisch?) war leider nicht verboten: Sein EM-Song wurde jedesmal in markerschütternder Lautstärke nach Abpfiff der ersten Halbzeit gespielt, inkl. Video. 6 Mal musste ich diese Folter über mich ergehen lassen, die den Zuschauern zu Hause erspart geblieben ist.

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Judith

July 2nd, 2008 at 2:13 pm

Enrique Iglesisas?! Oh, das ist bitter….

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RW

July 4th, 2008 at 7:18 pm

Alles bei der EM hat finan zielle Beweggründe. Die Plattenfirma vom Schnulzen-Enrique wird sich da mit UEFA was ausgedacht haben bzw. sie hat am meisten geboten bei der Auswahl, welche “Künstler” auftreten dürfen.

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