Bildungsauftrag Marienkult

3 Apr
2008

Sehr erstaunlich, dass ORF .at einen Artikel über Marienkult in der Rubrik “science” bringt. Und als wäre die Annahme der unbefleckten Empfängnis von Jesus nicht schon schwachsinnig genug, geht es hier um die selbstverständlich ebenfalls unbefleckte Empfängnis von Maria durch ihre Mutter Anna…..

Erfreulich sind aber zumindest einige der Kommentare unter dem jenseitigen ‘wissenschaftlichen’ Bericht. Bei der Gelegenheit sollte vielleicht mal wieder erwähnt werden, dass Vertreter aller großen Glaubensgemeinschaften im Stiftungsrat des ORF sitzen und den heiligen Bildungsauftrag einfordern. Vielleicht sollte man dagegen auch mal was unternehmen…

7 Responses to Bildungsauftrag Marienkult

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schani

April 4th, 2008 at 11:01 am

In dem Artikel geht’s um die Geschichte der Doktrin der unbefleckten Empfaengnis und deren politischer Anwendung. Wieso ist Geschichte ein unziemliches Thema fuer die Wissenschaftsrubrik?

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Judith

April 4th, 2008 at 3:12 pm

An der Wissenschaftlichkeit und der Historikerin zweifele ich nicht. Nur an der Gewichtung und Platzierung des Artikels durch ORF.at.

Journalisten erhalten täglich etwa 80 – 100 Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern (via Apa, ots, pks).Zeit ist knapp und auch wenn ein Online Medium weniger Platzprobleme hat, so gibt es doch eine gewisse Aufmerksamkeitsökonomie der User. Knappe Personalressourcen verhindern Eigenrecherche – Websites bestehen fast ausschließlich aus Copy & Paste bzw. Features, die ein Aufguß aus Agentur- und Printberichterstattung sind.

Warum wird also aus allen Wissenschaftsthemen genau die unbefleckte Empfängnis ausgewählt?
Ich kann weder Aktualität des Themas noch gesellschaftliche Relevanz erkennen.

Warum wird die Story prominent im Wissenschaftschannel platziert – und zeitweise auch auf der Frontpage des größten Nachrichtenportals Österreichs gefeatured?

Und das – OBWOHL es religon.orf.at gibt?

Und von allen Themen, die zur Zeit die Gesellschaft beschäftigen, scheint gerade dieses Thema es orf.at wert zu sein, eine seltene redaktionelle Eigenleistung in Form eines Interviews zu erbringen?

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peter

May 9th, 2008 at 5:56 pm

Man sollte wissen, worüber man schreibt. Es gibt keine “unbefleckte”, sondern nur eine “jungfräuliche” Empfängnis Jesu. “Unbefleckte” Empfängnis Marias hat auch mit ihrer Mutter Anna nichts zu tun. “Unbefleckte” Empfängnis Marias heißt, dass Maria vom Makel der Erbsünde nicht “befleckt” war. Anders gesagt: dass sie nicht sündigen konnte. Ob man das glaubt oder nicht glaubt, ist eine andere Frage. Doch sollte man schon wissen, worüber man schreibt und sich aufregt. Sonst macht sich der (die) selbsternannte “Helle” selbst lächerlich.

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Alm

May 12th, 2008 at 10:59 am

http://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis

Danke für diesen richtigen Hinweis.
Jetzt ist es auf der anderen Seite nicht ganz so wichtig, ob man sich bei frei erfundenen Märchen besser oder weniger gut auskennt. Wahrer werden sie dadurch jedenfalls nicht.

Selbsternannt hell ist hier jedenfalls niemand.

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peter

May 12th, 2008 at 3:29 pm

Es geht nicht darum, ob man sich besser oder weniger gut auskennt. Es geht einzig und allein darum, dass man das, was man kritisiert, auch tatsächlich kennt. Sonst ist man jedenfalls — nichts für ungut — selbsternannt “hell”.

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Alm

May 12th, 2008 at 11:07 pm

Hier ist – nichts für ungut – niemand selbsternannt hell.
Ich weiß auch gar nicht, was das heißen soll.

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HERBERT

January 31st, 2009 at 1:59 pm

Marienkult
Da ich die Sendung nicht gesehen habe kann ich dazu auch nichts sagen. Doch möchte ich generell zum Thema Marienverehrung und Marienkult Stellung nehmen.

Die Bedeutung Marias in der katholischen Kirche als Fürsprecherin, Mittlerin der Gnaden, Himmelskönigin, Miterlöserin usw. entbehrt jeder biblischen Grundlage.

Wir stellen fest, dass Maria bis zur Kreuzigung Jesus nicht zum engeren Anhängerkreis zählte. Das letzte Mal wird sie am Anfang in der Apostelgeschichte erwähnt. Und dann schweigt die Bibel über ihr weiters Leben.

Johannes, der sich um die Mutter Jesus gekümmert hat, erwähnt sie kein einziges Mal in seinen Briefen und in der Offenbarung. Er hat sie um viele Jahre überlebt und hätte etwas von ihrer leiblichen Auferstehung und Himmelfahrt wissen müssen. Diese Vorstellungen sind ein Produkt späterer Jahrhunderte und stehen völlig im Widerspruch zur alleinigen Mittlerfunktion Christi im Himmel.

Er wird als der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen bezeichnet:
“Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt wird.” 1. Timotheus 2,5.6. Diese Mittlerfunktion kann nur Er ausüben, weil Er sein Leben als Opfer gegeben hat.
“Darum ist Er auch der , damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das ewige Erbe empfangen.” Hebräer 9, 15

Diese Aussagen zeigen uns unmissverständlich, dass es zwischen Gott und den Menschen nur gibt. Diese Funktion kann Er nur ausüben, weil Er sein Leben als Opfer gegeben hat. Dazu wurde von Gott niemand anderer berufen.

Wer das nicht im kindlichen Vertrauen annehmen kann stellt sich damit gegen die Botschaft des Evangeliums.
Wer etwas anderes behauptet greift in die Souveränität Gottes ein und masst sich eine Funktion an, die er von Gott nicht bekommen hat.

Und weiters heißt es: “Weil wir haben einen großen Hohepriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.” Hebräer 4, 14 – 16.

Mit Zuversicht darf jeder sündhafte Mensch zu Jesus kommen, weil Er mit unseren Schwachheiten mitleidet und bei Ihm Gnade und Barmherzigkeit finden. Wir brauchen deshalb niemanden mehr, der uns nochmals mit Jesus vermitteln müsste.

Wer das nicht im kindliche Vertrauen annehmen kann stellt sich damit gegen die Botschaft des Evangeliums. Denn wie bereits erwähnt soll diese Botschaft vom dem den Menschen verkündet werden.

Lassen wir deshalb nur das gelten, was die Heilige Schrift über Maria berichtet. Sie wurde von Gott erwählt Jesus Christus zu gebären. Es war ihr großes Vorrecht als Mutter für ihren Sohn sorgen zu dürfen.
Aber alles andere darüber hinaus war nicht ihr Auftrag und nicht ihre Aufgabe. Ja, man wird sie glücklich preisen, weil sie dieses einmalige Vorrecht besaß, aber alles andere musste ihr Sohn erfüllen, dazu wurde der Sohn Gottes Mensch, um für uns zu sterben und als Mittler und Fürsprecher bei Gott für uns Fürbitte einzulegen.

Jeden Tag unseres Lebens möchte Jesus unserer Fürsprecher sein und auch in der Stunde unseres Todes. Denn nur Er kann uns uns das ewige Erbe schenken.

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