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Eine Schlecker-Filiale in Fulda darf keine Kondome mehr verkaufen, da das Haus der katholischen Kirche gehört. Laut einer Sittenklausel im Mietvertrag darf der Drogeriemarkt in seinem Laden keine Artikel verkaufen, “die das öffentliche Ansehen der Kirche herabsetzen” könnten (mehr dazu unter hr-online.de).
Der Kommentar des Bistumssprechers: “Die Kirche kann nicht einerseits mechanische Verhütungsmittel ablehnen, aber andererseits dulden, dass in einem Haus der Kirche mit Kondomen Geschäfte gemacht werden.”
6 Responses to Fulda: Katholische Kirche verbietet Kondomverkauf
Alm
March 23rd, 2008 at 11:35 am
Naja prinzipiell konsequent und logisch. Wenn das so vereinbart wurde zwischen Schlecker und Kirche, dann ist das so hinzunehmen. Die Frage ist, warum Schlecker sich dort einmietet.
schani
March 23rd, 2008 at 12:40 pm
Es ist eher eine Frage wie die Klausel im Mietvertrag zu interpretieren ist. Setzt der Verkauf von Kondomen wirklich das oeffentliche Ansehen der Kirche herab? Das muss ja erst noch gezeigt werden. Die Kirche scheint die Klausel eher so interpretieren zu wollen, dass keine Artikel verkauft werden duerfen, die sie missbilligt.
Alm
March 23rd, 2008 at 3:02 pm
Das ist aber in dem Fall auch ihr gutes Recht. Wenn ich will, dass das Eisgeschäft in meinem EG kein Schokoladeeis verkauft, und ich das in einer wie auch immer zu interpretierenden Klausel vorher vertraglich vereinbare, kann lang und breit darüber diskutiert werden, ob das sinnvoll ist oder nicht, es ändert nichts an der Rechtslage. Schokoladeeis ist halt ein dummes Beispiel, aber es könnte ja auch Waffen sein oder umgekehrt ein Shop für religiöse Devotionalien/Esoterik oder eine Trafik oder…
Und konkreter: Natürlich wird das öffentliche Ansehen nicht herabgesetzt. Der Lügenverein wird um nichts heuchlerischer, wenn er einmal mehr Dinge, die er offiziell missbilligt, unterstützte. Gibt es nicht Gerüchte über finanzielle Verwicklungen des Vatikan in Waffengeschäfte et al?
Judith
March 25th, 2008 at 2:27 pm
Über die Vatikanbank gibt es immer wieder alle möglichen Gerüchte. Erwiesen ist, dass der Vatikan tatsächlich mal an Firmen beteiligt war, die Kondome bzw. chemische Verhütungsmittel herstellen.
http://www.focus.de/finanzen/news/vatikan/vermoegen_aid_13415.html
schani
March 26th, 2008 at 7:59 am
Alm: Keine Frage dass es ihr gutes Recht ist in den Vertrag reinzuschreiben, was ihnen passt. Was nicht ihr gutes Recht ist ist die Auslegung eines bereits bestehenden Vertrages so wie es ihnen in den Kram passt. Aber was weiss ich, vielleicht ist das ja juristisch so eh ok. Ereifern darueber kann ich mich in jedem Fall sowieso nicht.
tzzz
April 23rd, 2008 at 6:31 pm
es geht hier nicht um recht und unrecht sondern um sin und unsinn! wiso sollte irgend ei gott etwas dagegen haben das man kondome benutzt? wiso sollte es einen gott überhaupt interessieren, was man macht und was nicht??
menschen die an götter glauben sind dumm!! und wegen dieser dummheit wirtschaftlich eingeschränkt zu werden ist eine frechheit!!!
die kirche kann glauben was sie willaber sie soll normale menschen in freiden lassen!!!