Rettet das kleine Ferkel!

30 Jan
2008

Gegen das religionskritische Kinderbuch ”Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” (Michael Schmid Salomon/Helge Nyncke) liegt seit 29. Jänner 2008 ein Indizierungsantrags des deutschen Bundesfamilienministeriums vor. Auszug aus dem Antrag: 
Das Buch sei „geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden”.

Die Giordano Bruno Stiftung und der Alibri Verlag haben nun eine “Kampagne zur Rettung des kleinen Ferkels” gestartet.

Infos zum Buch und der Kampagne gibt es auf der eigens dafür eingerichteten Website http://www.ferkelbuch.de

Die Petition gegen die Indizierung kann hier unterschrieben werden >> Petition

Hier kann das “Ferkel” übrigens bestellt werden >> amazon.de . Angesichts des bevorstehenden Osterwahns hab ich gleich mal einige Exemplare bestellt.
(Edit: …und viele andere wohl auch – das “Ferkel” ist zur Zeit #6 in der Amazon.de-Bestsellerliste.
Edit2: 30.1., 18:50 Uhr – Amazon.de Bestsellerliste Platz 3)

Indizierungsantrag.pdf

6 Responses to Rettet das kleine Ferkel!

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G.Vavra

January 31st, 2008 at 3:24 pm

Ist ja verrückt das überhaupt jemand daran denkt dieses Buch zu verbieten!

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Judenschützer

February 1st, 2008 at 6:00 pm

…hat schon jemand daran gedacht einen weitgehend identen Antrag für das Alte Testament zu stellen?

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Alm

February 2nd, 2008 at 5:03 pm

Das sollte wohl passieren. Es gibt sicher auch eine Reihe christlicher Kinderbücher mit schönen Märchen aus der Übernatürlichkeit.

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BomberDomme

March 5th, 2008 at 11:10 am

Momentmal das Buch soll nicht verboten werden wegen seinem Antireligiösem inhalt sondern wegen der Antisemitischen darstellung des Rabiners … Der Rabiner wird als “besonders böse” dargestellt während die anderen Religionen nur als tölpelhaft beschrieben werden …. Obwohl ich mich über Antitheistische Statements freue muss diesem Indizierungs Antrag recht geben…

Abgesehen davon halte ich den jüdischen Glauben für einieges harmloser als Islam und Christentuhm die beide einen Missionauftrag haben im gegensatz zum Judenthum. Soweit ich mich nicht irre gehört es auch zur Toralehre das der Rabiner seinen schülern erzählt das sie “Nicht glauben sollen wenn sie sich ihres glaubens nicht sicher sind.” Solche statements würde ich mir von den Djiahdisten und Kreuzzüglern erstmal wünschen. Abgesehen davon sind die Orthodoxen Juden die absolute Minderheit unter den gläubiegen Juden… Diese also als Masgeblich hinzustellen halte ich für fragwürdig…. Welchem Intresse folgt es immer die Ortohodoxen als massgeblich hinzustellen ?

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Judith

March 6th, 2008 at 12:28 pm

Ich persönlich bin kein großer Fan von ”Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel”. Nach einigen Jahren Arbeit in einem Institut für Kinderliteratur hab ich einen gesunden Vorbehalt gegen Autoren, die ihren intelektuellen Elfenbeinturm verlassen um mal eben ein Kinderbuch schreiben von dem sie meinen, die Welt habe drauf gewartet – und dabei nicht besonders viel Ahnung von kindlicher Wahrnehmung und intellektuellen Fähigkeiten haben. Ich bin überzeugt, dass nur ganz wenige Kinder in der Lage sind, die Ironie in der Darstellung der Religionen zu erkennen. Das bringt allenfalls Erwachsene zum Schmunzeln – und oft nicht mal diese.

Die Diskrepanz zwischen dem, was Kindern verständlich ist bzw. gefällt und dem, was Erwachsene gerne hätten, dass Kinder gefällt, ist gerade in der Kinderliteratur gewaltig.

Dennoch glaube ich nicht, dass irgendeine Religion das Recht hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Und die Antisemitismuskeule find ich ganz besonders diskurshemmend. In dem Buch findet sich nichts, was in irgendeinerweise zu einer Indizierung führen darf/sollte – auch wenn ich es persönlich als nicht besonders hilfreich ansehe.

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“Ferkel”-Indizierungsantrag abgelehnt

March 6th, 2008 at 5:03 pm

[...] religionskritische Kinderbuch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” wird nicht auf den Index der jugendgefährdenden Schriften gesetzt.  Mit der Entscheidung wurde [...]

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